Zugeschneite Verkehrszeichen

Verkehrszeichen im Winter oft nicht erkennbar

Der Winter ist nicht unbedingt der Liebling der Autofahrer. Die Straßen sind glatt und die Verkehrslage erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Zugeschneite Verkehrsschilder sind ebenfalls im Winter für die Autofahrer ein kleines bis mittelgroßes Problem. Aber was gibt es da eigentlich zu beachten und was gilt, wenn ein Verkehrszeichen so zugeschneit ist, das man nichts mehr erkennen kann. Der ADAC und auch andere Verkehrseinrichtungen haben dazu etliche Berichte geschrieben.

Wir haben bei der Academy Fahrschule Treek nachgefragt.

Martin Treek: Im Winter gibt es viel zu beachten, schauen wir aktuell mal nur auf das Thema verschneite Verkehrszeichen. Auch verschneite Verkehrszeichen bleiben auch dann gültig, wenn Sie deren Bedeutung anhand der Form eindeutig erkennen können. Das ist zum Beispiel bei dem achteckigen Verkehrsschild „Stoppschild“ der Fall oder bei dem auf der Spitze stehenden dreieckigen Verkehrsschild“ Vorfahrt achten“.

Diese können ganz klar zugeordnet werden, auch wenn diese total verschneit sind. Da gibt es keine Ausrede. Natürlich gibt es auch Verkehrsschilder die nicht zugeordnet werden können, da die Schilder allein aufgrund ihrer Form mehrere Bedeutungen haben können. Das sind zum Beispiel die dreieckigen Gefahrenschilder oder die runden Verbots- oder Beschränkungsschilder.

Gerade beim Schild Tempolimit wird es schwer, wenn dieses zugeschneit ist. Ortskundige Autofahrer können sich hier bei einem Tempoverstoß nicht so einfach herausreden, sie kennen die Strecke gut und wissen, wo welches Tempo gilt. Anders sieht es da bei ortsfremden Verkehrsteilnehmer aus, da kann von einem Autofahrer nicht erwartet werden, dass er weiß was unter dem zugeschneiten Verkehrsschild steht.

Aber bei einem Tempoverstoß wird es natürlich nicht so einfach zu sein, zu belegen, dass dieses Schild zur aktuellen Zeit nicht erkennbar war. Wer länger Auto fährt weiß aber, bei unklarer Verkehrslage sollte die Geschwindigkeit generell gedrosselt werden.

Meistens stehen Geschwindigkeitsbegrenzungen in Gefahrenbereichen wie Kurven, vor Kreuzungen und bei Ansammlungen von Häusern (Höfen). Wer also hier mit dem Tempo runtergeht macht nichts falsch. Generell sollte nur so schnell gefahren werden wie es das Tempolimit und die Straßenverhältnisse es zu lassen. Ach ja noch der Vermerk, nur zum Teil zugeschneite Verkehrsschilder behalten generell Ihre volle Gültigkeit.

Noch ein Hinweis zu den Winterreifen: Die gesetzliche mindest Profi Tiefe liegt zwar bei 1,6 mm aber bei 4 mm sollten die Reifen erneuert werden. Der Reifendruck sollte um 0,2 Bar erhöht werden und auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Winterreifen muss geachtet werden. Ich als Fahrlehrer wünsche euch natürlich stets eine gute und sichere Fahrt. Bleibt Gesund euer Martin Treek (Fahrlehrer)

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