Einer versuchte, durch die Stadt zu gehen

Einer versuchte, durch die Stadt zu gehen.
Ssssst….plumps!
Abenteuerland.

Seit 5 Uhr früh brummen die Maschinen.
Gelbe Lampen, an und aus, an und aus….

Schaben, Schieben, versetzen Berge, mehr als eine Woche lang.
Winterzeit.

Dazwischen die wuseligen kleinen Trecker, Quads, Radladerchen der Lohnunternehmer.
Alle schieben sich gegenseitig in den Weg, was da in Massen, nicht Maßen, vom Himmel fällt.

Alles nach Plan bzw. Kassenbuch.

Bloß nicht dort schieben, wo keiner bezahlt.
Das wäre zwar eine Bombenwerbung, aber man ist ja Gärtner oder Landschaftsarchitekt, nicht Werbekaufmann….
Und es sieht ja auch keiner.
Zu früh.
Zu dunkel für ein Beweisvideo…

Lockdown.
Kaum jemand unterwegs.
Schulwege frei, keine Schüler da.
HomeOffice, warmes Gesäss auf Sofa.

Szenenwechsel:
Fussgängerzone, Tag 4 der allumfassenden Winterkatastrophe mitten im Februar.

Wer hier Schaufenster dekoriert, hat glatt vergessen, die Loipe zu ziehen.
Anliegerpflicht? Ach was, darf ja keiner raus.
Gegenüber, der über 80-jährige Risikonachbar, der hat den Bürgersteig richtig frei.
Eigenleistung.

„Eigentum verpflichtet!“ sagt er.
Das waren noch Zeiten.

Und der städtische Streudienst verteilt händisch zentnerweise Salz an Überwegen, obwohl doch 2 Meter weiter alles dick verfroren ist. 

Keine kleinen Maschinen beim Bauhof?

Neuer Tag:
Aschermittwoch !
Da ist er ja, der Asphalt.

Überstanden der Winter.
Ende des Meckerns.

Fastenzeit.
Einer geht nach Hause.

Genug Winter. Denkt sich EINER

Text: (.HF)